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Selective Laser Melting

Das Selective Laser Melting (SLM) Verfahren gehört zur Gruppe der additiven Fertigungsverfahren (ASTM- F2792-12) und ist damit ein Urformverfahren (DIN 8580). Die Bauteile werden dabei schichtweise aufgebaut, in dem dünne Schichten aus einem metallischen Pulvermaterial erzeugt und die Querschnitts-Information des herzustellenden Bauteils mittels eines Lasers in dieser Schicht abgescannt wird. Im Fokuspunkt des Lasers wird so ein kleiner Pool aus metallischer Schmelze erzeugt, welcher sehr rasch konsolidiert und sich mit dem sich darunter befindlichen, bereits aufgebauten Bauteil verbindet. Auf diese Weise erhält das fertige Bauteil nahezu ideale Materialeigenschaften.

Die Materialdichte erreicht knapp 100%. Die erzeugten Materialeigenschaften können deshalb mit Standardwerten von konventionell hergestellten Legierungen verglichen werden. Da das SLM-Verfahren ein eigentliches Schweiss-Verfahren darstellt, können grundsätzlich alle schweissbaren metallischen Materialien verarbeitet werden. Dazu gehören v.a. Edelstähle, Arbeitsstähle, Ni-Basis Legierungen, Aluminium und Titan. Da das Pulver im Gegensatz zum Kunststoffpulver im Bauraum nicht aufgeheizt wird, muss hier zum Teil eine Art Stützstruktur mit aufgebaut werden. Überhänge und Flächen mit weniger als 45 Grad müssen abgestützt werden.

 

Verwendete Materialien:

  • Edelstähle
  • 1.4404
  • 1.4542
  • 1.4313
  • Warmarbeitsstahl
  • 1.2709 (vergütet / n. vergütet)
  • 2.4668 (Inconell 718)
  • Kobalt-Chrom (CoCr28Mo6)
  • Titan Grad 5 (Ti6AlV4)
  • Aluminium (AlSi12)

 

Anwendungen/Einsatzbereich: Prototypen, Werkzeugbau (confomal cooling), Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt (Leichtbau), Medizinaltechnik, Schmuck- und Uhrenindustrie